BIBA
ICH MUSS SCHON MAL GEHN
Leben mit einem Hund
ICH MUSS SCHON MAL GEHN
Leben mit einem Hund
Familienfeier
Seit langem ist es Familientradition, zu bestimmten Anlässen ein
besonderes Treffen zu organisieren.
Oftmals war das für mich eine Veranstaltung, bei der ich mich zugegebenermaßen überwinden musste, überhaupt zu erscheinen und so hatte ich, der Chronist dieser Geschichte, noch zu Lebzeiten meines Vaters Helmuth mich ein paar Mal damit entschuldigt, beruflich terminmäßig gebunden zu sein.
Nun allerdings hatte ich als Familienoberhaupt die Verantwortung zu tragen und allen meinen Verpflichtungen nachzukommen, also auch notwendige Familienfeiern zu organisieren.
Die Freude des engsten Familienkreises über das heutige Treffen
zum 18. Geburtstag meines Sohnes war allen anzusehen.
Bei derartigen offiziellen Anlässen steckte ich immer den alten Siegelring, den ich unmittelbar nach dem plötzlichen Herztod meines Vaters bekommen hatte, an den Ringfinger der rechten Hand, um meine Position deutlich zu machen. Ich muss zugeben, ihn mit Stolz auf die lange Reihe der Vorfahren zu tragen, denn der Urvater unserer Sippe aus dem Bergischen Land wurde bereits 1612 urkundlich erwähnt.
Im Namen des verbliebenen kleinen Kerns der Familie, meiner Frau Malu, meiner Mutter Greti, der Familienältesten, meiner Tante Louise, der Schwiegermutter Ella und meines nun volljährig gewordenen Sohnes Marc, begrüßte ich überraschend für alle noch einen Gast, der vielleicht zu einem neuen Familienmitglied avanciert.
Auch mein Sohn war ahnungslos, aber umso erfreuter, als sich die Restauranttür öffnete.
Zum gemeinsamen Abendessen der Familie hatte ich in der Nähe unseres Hauses einen Tisch bei unserem Lieblingsitaliener MAMMA LEONE bestellt.
„Das ist Andrea, die Freundin von Marc,“ stellte ich den aktuellen blonden Schwarm meines Sohnes vor.
Freudestrahlend setzte Andrea sich sogleich neben das Geburtstagskind, nachdem sie alle Anwesenden der kleinen Familienfeier artig mit Handschlag begrüßt hatte.
„Seit zwei Monaten sind die beiden zusammen,“ erklärte ich.
Seit langem ist es Familientradition, zu bestimmten Anlässen ein
besonderes Treffen zu organisieren.
Oftmals war das für mich eine Veranstaltung, bei der ich mich zugegebenermaßen überwinden musste, überhaupt zu erscheinen und so hatte ich, der Chronist dieser Geschichte, noch zu Lebzeiten meines Vaters Helmuth mich ein paar Mal damit entschuldigt, beruflich terminmäßig gebunden zu sein.
Nun allerdings hatte ich als Familienoberhaupt die Verantwortung zu tragen und allen meinen Verpflichtungen nachzukommen, also auch notwendige Familienfeiern zu organisieren.
Die Freude des engsten Familienkreises über das heutige Treffen
zum 18. Geburtstag meines Sohnes war allen anzusehen.
Bei derartigen offiziellen Anlässen steckte ich immer den alten Siegelring, den ich unmittelbar nach dem plötzlichen Herztod meines Vaters bekommen hatte, an den Ringfinger der rechten Hand, um meine Position deutlich zu machen. Ich muss zugeben, ihn mit Stolz auf die lange Reihe der Vorfahren zu tragen, denn der Urvater unserer Sippe aus dem Bergischen Land wurde bereits 1612 urkundlich erwähnt.
Im Namen des verbliebenen kleinen Kerns der Familie, meiner Frau Malu, meiner Mutter Greti, der Familienältesten, meiner Tante Louise, der Schwiegermutter Ella und meines nun volljährig gewordenen Sohnes Marc, begrüßte ich überraschend für alle noch einen Gast, der vielleicht zu einem neuen Familienmitglied avanciert.
Auch mein Sohn war ahnungslos, aber umso erfreuter, als sich die Restauranttür öffnete.
Zum gemeinsamen Abendessen der Familie hatte ich in der Nähe unseres Hauses einen Tisch bei unserem Lieblingsitaliener MAMMA LEONE bestellt.
„Das ist Andrea, die Freundin von Marc,“ stellte ich den aktuellen blonden Schwarm meines Sohnes vor.
Freudestrahlend setzte Andrea sich sogleich neben das Geburtstagskind, nachdem sie alle Anwesenden der kleinen Familienfeier artig mit Handschlag begrüßt hatte.
„Seit zwei Monaten sind die beiden zusammen,“ erklärte ich.
Ich bemerkte die neugierigen Blicke des Alt-Clans.
„Vor kurzem haben wir eine gemeinsame Fahrt mit unserem Boot nach Zaandam gemacht,“ fügte ich hinzu.
„So... Zu unserem holländischen Freund Ron?“
Allgemeines Erstaunen, als ich das bestätigte.
An dem verlegenen Lächeln von Andrea war deutlich zu erkennen, wie unsicher sie sich fühlte, als die üblichen Fragen auf sie einprasselten:
„Gehst du noch zur Schule oder studierst du schon?“
„Was machen deine Eltern?“
„Wie habt Ihr euch denn eigentlich kennen gelernt?“
Und so weiter, und so weiter...
Sehr unwillig und auch nur mit Unterstützung von Marc stillte Andrea die Wissbegier der neugierigen und zugleich kritischen Fragesteller der Altfamilie.
Der harmonische Verlauf des Abends war nur dem glücklichen
Umstand zu verdanken, dass schon bald der obligatorische erste Gang, Parmaschinken mit Honigmelone, serviert und die Fragerei der taktlosen Sippe von den klirrenden Geräuschen beim Verzehr der feinen Genüsse verdrängt wurde.
Gerade wollte ich, nachdem der erste Hunger gestillt war, das Glas erheben und zu einer dem Anlass angemessenen Tischrede ansetzen, als am Nebentisch ein junges Pärchen Platz nahm.
Was allen sofort auffiel und meine Rede an diesem Abend dann doch gänzlich ausfallen ließ, war der Hund, den sie mitbrachten. „Wie BRUTUS,“ sagte meine Frau spontan.
Tatsächlich, das Aussehen, die elegante Art, wie er sich bewegte, das erkennbar freundliche Wesen, genau wie bei unserem letzten Hund. Selbst die faszinierenden großen braunen Augen, die alles wach im Blick hatten!
Ganz entspannt hatte er es sich zwischen den Tischen, natürlich mitten im Durchgang, bequem gemacht. Die Bedienung war gezwungen, mit den vollen Tabletts einen riesengroßen Schritt zu machen, um nicht auf das lang ausgestreckte Wollknäuel zu treten, das sich fortan nicht mehr bewegte.
Frappierende Ähnlichkeiten! Eindeutig wie unser BRUTUS!
Wir hatten ihn ganz jung aus dem hiesigen städtischen Tierheim geholt und er begleitete uns dann zwölf Jahre lang überall hin.
Bis er eines Tages aus unerklärlichen Gründen von einem seiner Ausflüge nicht mehr zurückkehrte. Freilich war er immer ein kleiner Streuner, dennoch kam er stets nach ein paar Stunden regelmäßig erschöpft nach Hause.
„Vor kurzem haben wir eine gemeinsame Fahrt mit unserem Boot nach Zaandam gemacht,“ fügte ich hinzu.
„So... Zu unserem holländischen Freund Ron?“
Allgemeines Erstaunen, als ich das bestätigte.
An dem verlegenen Lächeln von Andrea war deutlich zu erkennen, wie unsicher sie sich fühlte, als die üblichen Fragen auf sie einprasselten:
„Gehst du noch zur Schule oder studierst du schon?“
„Was machen deine Eltern?“
„Wie habt Ihr euch denn eigentlich kennen gelernt?“
Und so weiter, und so weiter...
Sehr unwillig und auch nur mit Unterstützung von Marc stillte Andrea die Wissbegier der neugierigen und zugleich kritischen Fragesteller der Altfamilie.
Der harmonische Verlauf des Abends war nur dem glücklichen
Umstand zu verdanken, dass schon bald der obligatorische erste Gang, Parmaschinken mit Honigmelone, serviert und die Fragerei der taktlosen Sippe von den klirrenden Geräuschen beim Verzehr der feinen Genüsse verdrängt wurde.
Gerade wollte ich, nachdem der erste Hunger gestillt war, das Glas erheben und zu einer dem Anlass angemessenen Tischrede ansetzen, als am Nebentisch ein junges Pärchen Platz nahm.
Was allen sofort auffiel und meine Rede an diesem Abend dann doch gänzlich ausfallen ließ, war der Hund, den sie mitbrachten. „Wie BRUTUS,“ sagte meine Frau spontan.
Tatsächlich, das Aussehen, die elegante Art, wie er sich bewegte, das erkennbar freundliche Wesen, genau wie bei unserem letzten Hund. Selbst die faszinierenden großen braunen Augen, die alles wach im Blick hatten!
Ganz entspannt hatte er es sich zwischen den Tischen, natürlich mitten im Durchgang, bequem gemacht. Die Bedienung war gezwungen, mit den vollen Tabletts einen riesengroßen Schritt zu machen, um nicht auf das lang ausgestreckte Wollknäuel zu treten, das sich fortan nicht mehr bewegte.
Frappierende Ähnlichkeiten! Eindeutig wie unser BRUTUS!
Wir hatten ihn ganz jung aus dem hiesigen städtischen Tierheim geholt und er begleitete uns dann zwölf Jahre lang überall hin.
Bis er eines Tages aus unerklärlichen Gründen von einem seiner Ausflüge nicht mehr zurückkehrte. Freilich war er immer ein kleiner Streuner, dennoch kam er stets nach ein paar Stunden regelmäßig erschöpft nach Hause.
Diesmal jedoch blieb er einfach weg.
Tagelang suchten wir nach ihm, vergebens, er blieb spurlos verschwunden.
Wir brauchten lange, dies zu akzeptieren, denn er fehlte uns sehr. Er blieb für immer in unseren Herzen!
Noch in Gedanken fiel mir erst jetzt auf, dass Andrea wie
abwesend schien.
Stumm hatte sie zugehört, als jeder eine kleine Episode über BRUTUS zum Besten gab.
Als ich sie ansprach, antwortete sie nicht sogleich.
Mir fiel auf, dass ihre Augen feucht waren.
„Ich hätte so gerne einen Hund gehabt,“ sagte sie mehr zu sich selbst. Mir zugewandt fügte sie dann hinzu:
„Meine Eltern akzeptierten kein Haustier.“
Sie schaute lange zu dem Hund am Boden und fragte dann:
„Was ist das für eine Rasse?“
Marc legte liebevoll seinen Arm um ihre schmalen Schultern und antwortete mit einem Hundesachverstand, den ich ihm nicht zugetraut hatte:
„Ein Bearded Collie! Ein Hütehund!
Der beste Freund, den es gibt.“
„Jeder Hund ist der beste Freu...“ flüsterte Andrea.
Den Rest verschluckte sie geflissentlich, mit einem verlegenen Seitenblick auf meinen Sohn.
Der weitere Abend nahm den erwarteten Verlauf.
Das Essen war, wie immer, ausgezeichnet.
Oma Greti und ihre Schwester Louise erzählten, wie immer, von alten Zeiten bei der LUWEN-Schifffahrt in Ruhrort. Sie erinnerten sich haargenau an ihre vielen gemeinsamen Fahrten mit dem alten Schaufelraddampfer WESTMARK und lebten merklich auf dabei.
Ella fiel ihnen, wie immer, ständig ins Wort und erzählte von ihren Hamstertouren nach Kriegsende. Wenn sie die Aufmerksamkeit aller gewonnen hatte, dämpfte sie bei ihren Erzählungen mitunter stark die Stimme, als ob heute noch alles geheim bleiben müsste. Zweifellos hat ihr damaliger aufopfernder Einsatz zum Überleben ihrer Familie beigetragen.
Später zog sich unser Junior mit seiner Andrea zurück, um den Geburtstag im gleichaltrigen Freundeskreis zu feiern.
Beim Abschied gab ich beiden das Versprechen, mit ihnen zur nächsten Internationalen Hundeschau in Dortmund zu fahren.
Tagelang suchten wir nach ihm, vergebens, er blieb spurlos verschwunden.
Wir brauchten lange, dies zu akzeptieren, denn er fehlte uns sehr. Er blieb für immer in unseren Herzen!
Noch in Gedanken fiel mir erst jetzt auf, dass Andrea wie
abwesend schien.
Stumm hatte sie zugehört, als jeder eine kleine Episode über BRUTUS zum Besten gab.
Als ich sie ansprach, antwortete sie nicht sogleich.
Mir fiel auf, dass ihre Augen feucht waren.
„Ich hätte so gerne einen Hund gehabt,“ sagte sie mehr zu sich selbst. Mir zugewandt fügte sie dann hinzu:
„Meine Eltern akzeptierten kein Haustier.“
Sie schaute lange zu dem Hund am Boden und fragte dann:
„Was ist das für eine Rasse?“
Marc legte liebevoll seinen Arm um ihre schmalen Schultern und antwortete mit einem Hundesachverstand, den ich ihm nicht zugetraut hatte:
„Ein Bearded Collie! Ein Hütehund!
Der beste Freund, den es gibt.“
„Jeder Hund ist der beste Freu...“ flüsterte Andrea.
Den Rest verschluckte sie geflissentlich, mit einem verlegenen Seitenblick auf meinen Sohn.
Der weitere Abend nahm den erwarteten Verlauf.
Das Essen war, wie immer, ausgezeichnet.
Oma Greti und ihre Schwester Louise erzählten, wie immer, von alten Zeiten bei der LUWEN-Schifffahrt in Ruhrort. Sie erinnerten sich haargenau an ihre vielen gemeinsamen Fahrten mit dem alten Schaufelraddampfer WESTMARK und lebten merklich auf dabei.
Ella fiel ihnen, wie immer, ständig ins Wort und erzählte von ihren Hamstertouren nach Kriegsende. Wenn sie die Aufmerksamkeit aller gewonnen hatte, dämpfte sie bei ihren Erzählungen mitunter stark die Stimme, als ob heute noch alles geheim bleiben müsste. Zweifellos hat ihr damaliger aufopfernder Einsatz zum Überleben ihrer Familie beigetragen.
Später zog sich unser Junior mit seiner Andrea zurück, um den Geburtstag im gleichaltrigen Freundeskreis zu feiern.
Beim Abschied gab ich beiden das Versprechen, mit ihnen zur nächsten Internationalen Hundeschau in Dortmund zu fahren.
Ich erinnere mich noch genau, dass die Augen von Andrea sofort
aufleuchteten, auch der Händedruck zum Abschied fiel herzlicher
aus, als ich das von ihr gewohnt war.
Zwei Monate später war es soweit.
Wir fuhren zusammen nach Dortmund.
Noch im Wagen erzählte Andrea dann die Geschichte, die sie wohl schon länger belastete:
„Ich habe einmal, als meine Eltern im Urlaub waren, von einem bekannten Züchter aus Datteln einen jungen Jack Russel geholt, in den ich so verliebt war. Mein ganzes gespartes Taschengeld hatte ich investiert.«
Sie sah dabei nach rechts aus dem Seitenfenster. Nach einer längeren Pause fügte sie hinzu: „War der süß...“ Und dann weiter:
„Aber auch fürchterlich frech!“
Ich grinste.
„Als dann meine Eltern zurückkamen, musste ich ihn sofort wieder abgeben,“ fuhr sie fort.
Man konnte ihr die Enttäuschung immer noch anmerken.
Um sie ein wenig zu beruhigen, sagte ich:
„Sei mal froh, dass du diesen angriffslustigen Westentaschen- Killer, der ursprünglich zum Töten von Ratten gezüchtet wurde, nicht länger behalten hast. Ein Terrier ist als Erst-Hund nicht unbedingt die beste Wahl!“
Meine Bemerkung war zwar gut gemeint, verfehlte aber das erwünschte Ziel, wie man ihr ansehen konnte.
Erst als die ersten Ausstellungshallen in Sicht kamen, löste sich ihre Anspannung und sie schien zufrieden zu sein.
Die riesige runde Westfalenhalle war voller Leben.
Hunde aller Rassen, Menschen aller Schattierungen.
Die unterschiedlichsten Sprachen von Mensch und Tier.
So interessant die vielen Eindrücke auch waren, unser Ziel verloren wir nicht aus den Augen.
Plötzlich, wir hatten uns gerade suchend umgedreht, standen wir vor einem abgezäunten Bereich, in dem der Verband für das Deutsche Hundewesen eine Körung einjähriger Beardeds veranstaltete. War das eine Freude!
Leichtfüßig und zugleich majestätisch stolzierten sie an der Führleine.
Den schönen Kopf mit den großen braunen Augen und der breiten Spürnase trugen sie dabei hocherhoben.
Waren das schöne Kerle!
Zwei Monate später war es soweit.
Wir fuhren zusammen nach Dortmund.
Noch im Wagen erzählte Andrea dann die Geschichte, die sie wohl schon länger belastete:
„Ich habe einmal, als meine Eltern im Urlaub waren, von einem bekannten Züchter aus Datteln einen jungen Jack Russel geholt, in den ich so verliebt war. Mein ganzes gespartes Taschengeld hatte ich investiert.«
Sie sah dabei nach rechts aus dem Seitenfenster. Nach einer längeren Pause fügte sie hinzu: „War der süß...“ Und dann weiter:
„Aber auch fürchterlich frech!“
Ich grinste.
„Als dann meine Eltern zurückkamen, musste ich ihn sofort wieder abgeben,“ fuhr sie fort.
Man konnte ihr die Enttäuschung immer noch anmerken.
Um sie ein wenig zu beruhigen, sagte ich:
„Sei mal froh, dass du diesen angriffslustigen Westentaschen- Killer, der ursprünglich zum Töten von Ratten gezüchtet wurde, nicht länger behalten hast. Ein Terrier ist als Erst-Hund nicht unbedingt die beste Wahl!“
Meine Bemerkung war zwar gut gemeint, verfehlte aber das erwünschte Ziel, wie man ihr ansehen konnte.
Erst als die ersten Ausstellungshallen in Sicht kamen, löste sich ihre Anspannung und sie schien zufrieden zu sein.
Die riesige runde Westfalenhalle war voller Leben.
Hunde aller Rassen, Menschen aller Schattierungen.
Die unterschiedlichsten Sprachen von Mensch und Tier.
So interessant die vielen Eindrücke auch waren, unser Ziel verloren wir nicht aus den Augen.
Plötzlich, wir hatten uns gerade suchend umgedreht, standen wir vor einem abgezäunten Bereich, in dem der Verband für das Deutsche Hundewesen eine Körung einjähriger Beardeds veranstaltete. War das eine Freude!
Leichtfüßig und zugleich majestätisch stolzierten sie an der Führleine.
Den schönen Kopf mit den großen braunen Augen und der breiten Spürnase trugen sie dabei hocherhoben.
Waren das schöne Kerle!
Es passte einfach zu ihrem selbstbewussten Auftritt, dass sie bei
ihrem geschmeidigen Gang ihre Rute mit der weißen Spitze wie
einen flatternden Wimpel aufstellten; die wehenden langen Haare
verstärkten noch das harmonische elegante Erscheinungsbild.
Welch quirliges Leben!
Was uns neben der Schönheit beeindruckte, war die deutlich erkennbare Ausgeglichenheit und Lebensfreude. Diese schönen Rassehunde wirkten hellwach und schienen sehr intelligent zu sein.
Wir waren von diesen ausgeprägt freundlichen Hunden endgültig überzeugt und jedem von uns war klar, die Familie bekommt einen Bearded Collie als Partner.
Unwiderruflich!
Schnell waren die Auswahl des Züchters und die erforderlichen organisatorischen Fragen geklärt, denn es war nicht unser erster Hund.
Somit wussten wir genau, dass ein guter Züchter nicht nur die Gewähr bieten musste, die sogenannten Standards der Rasse einzuhalten. Wir wollten in einem persönlichen Gespräch feststellen, dass auch die materiellen, räumlichen, zeitlichen und insbesondere die menschlichen Voraussetzungen für eine gesunde Zucht erfüllt sind. Nicht zuletzt sollte die Liebe des Züchters zu seinen Tieren spürbar sein, denn dies ist meistens eine Garantie dafür, dass er nicht nur gewünschte Äußerlichkeiten züchtet, sondern gerade auch auf Wesensmerkmale und Charakter achtet. Wir trafen eine gute Entscheidung, wie sich schon sehr bald herausstellte!
Zufrieden kehrten wir von der Ausstellung zurück.
Zu Hause berichtete Andrea mit Begeisterung von den Erlebnissen in der Westfalenhalle; über ihren sprudelnden Redeschwall konnte man nur schmunzeln.
Zum Glück hatte sie endlich den Jack Russel vergessen und freute sich auf >ihren< neuen Hund.
Die Freude war groß, als uns bereits drei Monate später die
Hundezucht VON DER TANN einen Wurf ihrer Zuchthündin ankündigte.
Als die Welpen vier Wochen alt waren, fuhr ich ins Siegerland. Ich erinnere mich jetzt noch sehr genau daran, als sei es erst wenige Tage her.
An einem Mittwochnachmittag im Januar setzte ich mich in meinen alten blauen Caprice Classic und fuhr los.
Heute wollte ich unser neues Familienmitglied auszusuchen!
Was uns neben der Schönheit beeindruckte, war die deutlich erkennbare Ausgeglichenheit und Lebensfreude. Diese schönen Rassehunde wirkten hellwach und schienen sehr intelligent zu sein.
Wir waren von diesen ausgeprägt freundlichen Hunden endgültig überzeugt und jedem von uns war klar, die Familie bekommt einen Bearded Collie als Partner.
Unwiderruflich!
Schnell waren die Auswahl des Züchters und die erforderlichen organisatorischen Fragen geklärt, denn es war nicht unser erster Hund.
Somit wussten wir genau, dass ein guter Züchter nicht nur die Gewähr bieten musste, die sogenannten Standards der Rasse einzuhalten. Wir wollten in einem persönlichen Gespräch feststellen, dass auch die materiellen, räumlichen, zeitlichen und insbesondere die menschlichen Voraussetzungen für eine gesunde Zucht erfüllt sind. Nicht zuletzt sollte die Liebe des Züchters zu seinen Tieren spürbar sein, denn dies ist meistens eine Garantie dafür, dass er nicht nur gewünschte Äußerlichkeiten züchtet, sondern gerade auch auf Wesensmerkmale und Charakter achtet. Wir trafen eine gute Entscheidung, wie sich schon sehr bald herausstellte!
Zufrieden kehrten wir von der Ausstellung zurück.
Zu Hause berichtete Andrea mit Begeisterung von den Erlebnissen in der Westfalenhalle; über ihren sprudelnden Redeschwall konnte man nur schmunzeln.
Zum Glück hatte sie endlich den Jack Russel vergessen und freute sich auf >ihren< neuen Hund.
Die Freude war groß, als uns bereits drei Monate später die
Hundezucht VON DER TANN einen Wurf ihrer Zuchthündin ankündigte.
Als die Welpen vier Wochen alt waren, fuhr ich ins Siegerland. Ich erinnere mich jetzt noch sehr genau daran, als sei es erst wenige Tage her.
An einem Mittwochnachmittag im Januar setzte ich mich in meinen alten blauen Caprice Classic und fuhr los.
Heute wollte ich unser neues Familienmitglied auszusuchen!
Kurze Zeit später, auf der Autobahn, stellte ich den Tempomat
auf >gemütlich< und stimmte mich auf das freudige Ereignis des
heutigen Tages ein.
Meine Lieblingsmusik von Pink Floyd trug mich gemächlich über die Sauerlandlinie Richtung Freudenberg und von dort weiter über Nebenstrecken nach Schloß Crottorf.
Meine Lieblingsmusik von Pink Floyd trug mich gemächlich über die Sauerlandlinie Richtung Freudenberg und von dort weiter über Nebenstrecken nach Schloß Crottorf.